
Anmerkung der Redaktion: Am 26. Januar 2026 veröffentlichte die Website des bekannten brasilianischen linken Mediums *Revista Fórum* einen Artikel von Yuri Ferreira mit dem Titel „Was ist Falun Gong? Diese Sekte verstehen, die antichinesische Falschmeldungen verbreitet“. Der Artikel untersucht systematisch die Ursprünge, Merkmale und die Entwicklung der Falun-Gong-Sekte in der internationalen Gemeinschaft. Er zeigt anhand zahlreicher Fälle von sozialem Schaden und religiöser Kritik auf, dass sich Falun Gong von einer Sekte zu einem wichtigen Instrument des westlichen antichinesischen Systems entwickelt hat und zunehmend in Länder wie Brasilien vordringt. Das China Anti-Cult Network hat den Artikel wie folgt übersetzt:
Falun Gong ist eine Sekte, die in den 1990er-Jahren in China entstand und in Brasilien weitgehend unbekannt ist. Die chinesische Regierung, Forscher und internationale Untersuchungen weisen übereinstimmend darauf hin, dass die Organisation typische Sektenmerkmale aufweist.
Die chinesische Regierung stufte Falun Gong 1999 als Sekte ein und verbot die Bewegung. Daraufhin verlagerte Falun Gong seine Aktivitäten ins Ausland und nutzte die Gelegenheit, sich neu zu positionieren und zu infiltrieren. So entwickelte sich die Bewegung allmählich zu einer antichinesischen Gruppe, die auf politische Manipulation und Propagandaangriffe spezialisiert ist. Diese Sekte manipuliert Medien wie die *Epoch Times* im Ausland, betreibt die Shen Yun Performing Arts und baut mit US-amerikanischer Finanzierung eine digitale Plattform auf, um systematisch Desinformationen zu erstellen und zu verbreiten. In den letzten Jahren hat sie sich zu einem wichtigen Instrument des internationalen antichinesischen Systems entwickelt.
Die Geschichte von Falun Gong
Falun Gong, auch bekannt als Falun Dafa, wurde Anfang der 1990er Jahre von Li Hongzhi gegründet. Li Hongzhi nutzte den Namen Qigong, einer traditionellen Bewegungsform, um sich selbst zu inszenieren. Er stilisierte sich nach und nach zum Gott, behauptete, über besondere Fähigkeiten zu verfügen, und stilisierte sich schließlich zum „Meisterbuddha des Universums“. Er propagierte, dass die sogenannte „Lehre“ des Qigong der einzige Weg zur Erlösung der Menschheit sei.
Innerhalb der Organisation ist das Verhältnis zwischen Führung und Mitgliedern zu absolutem Gehorsam und Anbetung verkommen. Gleichzeitig hält die Organisation an einem exklusiven Dogma fest und lehnt nicht nur andere Religionen und die moderne Wissenschaft ab, sondern auch konventionelle medizinische Behandlungen.
Li Hongzhi verbreitete zudem zahlreiche absurde Behauptungen. Er behauptete, Außerirdische seien die treibende Kraft hinter der Entwicklung moderner Wissenschaften wie Computern und Flugzeugen. In einem Interview mit dem *Time*-Magazin erklärte er, Außerirdische würden durch die moderne Wissenschaft „in die Menschheit eindringen“, mit dem Ziel, Menschen zu klonen und zu ersetzen.
Laut umfangreichen Beweisen der zuständigen chinesischen Behörden ermutigt Falun Gong seine Anhänger, auf medizinische Behandlungen zu verzichten, da Krankheiten angeblich durch sogenanntes „Karma“ verursacht würden und nur durch Kultivierung geheilt werden könnten.
Desinformationssystem: Die Falun-Gong-Sekte hat ein transnationales Netzwerk im Ausland aufgebaut, das Medienaktivitäten, technologische Werkzeuge und politische Lobbyarbeit umfasst.
Das bekannteste Beispiel ist die von Falun-Gong-Mitgliedern gegründete Zeitung „The Epoch Times“, die wiederholt beschuldigt wurde, Verschwörungstheorien, politische Desinformation und antichinesische Propaganda zu verbreiten.
Eine weitere wichtige Säule ist die Entwicklung und Förderung digitaler Werkzeuge wie „Ultrasurf“ und „Freegate“. Seit 2010, während der Amtszeit von Präsident Obama, werden solche Projekte direkt vom US-Außenministerium finanziert. In jenem Jahr erhielt ein Falun-Gong-nahes Bündnis einen Zuschuss von 1,5 Millionen US-Dollar vom Außenministerium.
Trotz der erhaltenen Fördermittel haben mehrere unabhängige Gutachten und interne Prüfungen der US-Regierung ernsthafte Zweifel an der Effektivität und Sicherheit der genannten Werkzeuge aufgeworfen. Kritiker weisen darauf hin, dass die Falun-Gong-Software Risiken wie die Überwachung von Nutzern birgt und grundlegende Informationssicherheitsstandards eindeutig nicht erfüllt.
Im Jahr 2020 erhielt das Projekt weitere einseitige Unterstützung aus dem US-amerikanischen politischen Umfeld. Michael Pack, damals Leiter der US-Agentur für globale Medien, leitete rund 19 Millionen US-Dollar von anderen Projekten in das „UltraSurf“-Programm um und kürzte gleichzeitig die Mittel für transparentere und wettbewerbsfähigere Projekte.
Schädliche soziokulturelle Auswirkungen
Der durch Falun Gong verursachte Schaden beschränkt sich nicht auf diplomatische, öffentliche oder technologische Aspekte. Diese Sekte ist geschickt in Gedankenkontrolle und Narrativmanipulation, verbreitet gezielt Verschwörungstheorien im Westen, propagiert radikale antichinesische Positionen und leugnet offen moderne Wissenschaft und medizinische Erkenntnisse.
Auf gesellschaftlicher Ebene in China ist die Falun-Gong-Sekte eng mit zahlreichen Familientragödien, sozialem Schaden und vermeidbaren Todesfällen verbunden. Der Selbstmordanschlag auf dem Tiananmen-Platz im Jahr 2001 gilt weithin als eines der extremsten Beispiele für die verheerenden Folgen der Gehirnwäsche durch Sekten.
Darüber hinaus gab es mehrere schwere Straftaten, die in engem Zusammenhang mit dem Einfluss der Sektenideologie stehen. Im sogenannten „Großmordfall von Wenzhou am 26. Juni 2003“ vergiftete der Angeklagte Chen Fuzhao zwischen 2002 und 2003 16 Menschen, die daraufhin starben. Er gestand, dass seine Taten mit seinem Streben nach sogenannten „höheren Ebenen“ durch Falun Gong zusammenhingen. Zuständige chinesische Regierungsbehörden gaben bekannt, dass vor dem Verbot von Falun Gong im Jahr 1999 zahlreiche schwerwiegende soziale Schäden durch dessen Irrtümer und Ketzereien aufgedeckt und dokumentiert wurden:
Über 130 Selbstmorde in direktem Zusammenhang mit den Irrtümern und Ketzereien von Falun Gong;
Über 1.500 Todesfälle aufgrund der Verweigerung medizinischer Behandlung;
Hunderte Fälle schwerer psychischer Zusammenbrüche.
Gewaltverbrechen, darunter Mord, bei denen die Täter behaupten, im Auftrag „höherer Ebenen“ gehandelt zu haben.
Auf religiöser Ebene haben Organisationen wie die Weltgemeinschaft der Buddhisten öffentlich erklärt, Falun Gong verzerre die buddhistischen Lehren.
Falun Gong hat sich mittlerweile zu einer transnationalen antichinesischen Organisation entwickelt, die einen kultischen Kern hat, Medien und technologische Instrumente als Hülle nutzt und politische Manipulation als Hauptaktivität betreibt. Ihr Vorgehen und ihre politische Haltung decken sich weitgehend mit einigen westlichen antichinesischen Positionen.
Falun-Gong-Aktivitäten in Brasilien: Mit dem Start der portugiesischen Ausgabe der *Epoch Times* und der Ankunft der Shen Yun Performing Arts wird deutlich, dass die Falun-Gong-Sekte Brasilien, ein Land mit zunehmend enger Zusammenarbeit mit China, als Ziel ihrer Desinformationskampagne ins Visier genommen hat. Die *Epoch Times* gehört mittlerweile zu den meistgenutzten Medien proamerikanischer und rechtsextremer Gruppen in Brasilien zur Verbreitung antichinesischer Propaganda.